Kreissynode in Düsseldorf-Mettmann plant Fusion der drei Kirchenkreise zum 1. Januar 2029
Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann tagte am Freitag, 6. November, und Samstag, 7. November 2026, im Gemeindezentrum in der Donaustraße 26 in Mettmann. Im Zentrum der Synode stand die Planung der Fusion mit den Kirchenkreisen Solingen und Niederberg, die zum 1. Januar 2029 vollzogen werden soll.
Fusion und Profil des neuen Kirchenkreises
Die Synode erhielt einen Zwischenbericht der Steuerungsgruppe zum Prozess „Kirche neu denken“ sowie erste Gedanken zum Profil des neuen Kirchenkreises. Im Anschluss stimmte sie auf Empfehlung des Kreissynodalvorstands (KSV) der Planung der Fusion zum 1. Januar 2029 zu. Zugleich stimmte sie einer zweijährigen BVA-Zeit (Bevollmächtigtenausschuss) in den Jahren 2029 und 2030 sowie einer Team-Leitung für diesen Zeitraum zu, die aus Dr. Ilka Werner (Superintendentin Kirchenkreis Solingen) und Rainer Kaspers (Superintendent Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann) besteht. Die Steuerungsgruppe wurde beauftragt, diesen Plan mit der Landeskirche abzustimmen.
„Mit der festgelegten Team-Leitung und dem klaren Zeitfenster für den Bevollmächtigtenausschuss haben wir solide Rahmenbedingungen geschaffen“, sagt Rainer Kaspers. „So können wir die kommenden zwei Jahre für die inhaltliche Ausgestaltung des neuen Kirchenkreises nutzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Prozess gemeinsam gut meistern.“

Diakonie und Kitas
Die Synode nahm das Grobkonzept der Unternehmensberatung Solidaris mit verschiedenen Modellen zur Zukunft von Diakonie und Kitas im fusionierten Kirchenkreis zur Kenntnis. Dieses geht nun in die Feinkonzeptphase, um die finanziellen und personellen Folgen der Trägerstruktur zu bewerten. Zudem wurde die Steuerungsgruppe gebeten, einen Strategieprozess zur Festlegung der Entwicklungsrichtung zu initiieren. Vor der Beschlussfassung werden Kirchengemeinden und Synodale informiert sowie die Mitarbeitervertretungen angehört.
Haushalt und Kirchensteuer
Die Kreissynode beschloss die ausgeglichenen Haushalte für die Jahre 2027 und 2028. Erträge und Aufwendungen liegen bei je 1.662.169 Euro für 2027 und je 1.684.005 Euro für 2028. Die beschlossene kreiskirchliche Umlage beträgt 18,36 Euro je Gemeindeglied für 2027 und 19,29 Euro für 2028. Der Bedarf liegt bei 1.033.688 Euro für 2027 und 1.049.944 Euro für 2028. Die geschätzten Kirchensteuereinnahmen wurden mit brutto 26,2 Millionen Euro für 2027 und brutto 26,0 Millionen Euro für 2028 bestätigt. Zudem beschloss die Synode die Kostenverteilung für das Diakonische Werk in Höhe von jährlich 964.699,64 Euro für 2027 und 2028, die unverändert gegenüber dem Beschluss der Herbstsynode 2024 bleibt.
Weitere Themen
Die Synode äußerte ihre Besorgnis über die atomare Aufrüstung. Über die Landeskirche will sie erreichen, dass sich Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen anschließt oder zumindest als Beobachter an dessen Konferenz teilnimmt.
Zudem verlängerte sie die Frist der Gebäudebedarfsplanung bis 30. September 2027 und nahm den Anschluss der Verwaltung des Kirchenkreises Solingen an den Evangelischen Verwaltungsverband Mettmann-Niederberg (EVMN) zum 1. Januar 2027 erfreut zur Kenntnis.
