An(ge)dacht

Karneval 2021 – Gottesdienst in anderer Gestalt

Wegsuche

Geh aus, mein Herz und suche Freud

Klangschalen-Meditation

Gottesdienst – Exaudi – 16. Mai 2021

Auf ein Wort – zum Freitag

Die Geschichte von Moses

Auf ein Wort – zum Wochenende

Videoimpuls zum Monatsspruch Juli 2020

Sommerpredigtreihe – Berufe in der Bibel – Der Hirtenjunge

Auferstehung

Christus segne dieses Haus

Mitgefühl schenkt Leben

Während ich diese Zeilen schreibe, stehe ich noch ganz unter dem Eindruck der Bilder der Verwüstung, die die Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen angerichtet haben. So viele Menschen haben ihr Leben verloren, andere ihr gesamtes Hab und Gut, das alles macht mich erst einmal sprachlos und hinterlässt ein Gefühl der Hilflosigkeit.

Was kann da noch helfen? Während der Berichterstattung in den Nachrichten verfolge ich das Interview mit einer Frau, die den Schlamm vor der Türe ihres Hauses wegräumt und bleibe bei einem Satz von ihr hängen.

Aufräumarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Der Landkreis Ahrweiler war besonders stark von Starkregen und Schlammlawinen getroffen worden. Besonders schlimm erwischte es Schuld an der Ahr mit seinen knapp 700 Einwohnern. Mindestens sechs Häusers wurden niedergerissen, die Hauptstraße und eine Brücke teilweise zerstört. (epd)
Aufräumarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Der Landkreis Ahrweiler war besonders stark von Starkregen und Schlammlawinen getroffen worden. Besonders schlimm erwischte es Schuld an der Ahr mit seinen knapp 700 Einwohnern. Mindestens sechs Häusers wurden niedergerissen, die Hauptstraße und eine Brücke teilweise zerstört. (epd)

Auf die Frage des Reporters, ob sie angesichts der Verwüstungen um sie herum nicht den Mut verlieren müsse, antwortet sie: »Nein, denn so viele Menschen helfen und unterstützen uns, bringen Essen und Decken, Spielzeug für die Kinder, packen mit an. Es ist einfach der Wahnsinn. Diese unglaubliche Anteilnahme und Unterstützung bereiten mir, während ich Ihnen das erzähle, immer wieder Gänsehaut.« Mitgefühl schenkt Leben, könnte man das vielleicht nennen.

Die Antwort dieser Frau erinnert an einen Menschen, der zu Jesus kommt und ihn fragt (Lukas 10, 25-37): Was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? Bei dieser Frage geht es nicht zuerst um die Länge des Lebens, sondern viel mehr um seine Tiefe, seinen Wert. Und als dieser Mensch dann – nach einer Rückfrage Jesu – sich selbst antwortet und zu Jesus sagt, er wolle gerne Gott und die Menschen lieben, sagt Jesus zu ihm: Tu das, so wirst du leben.

Mitgefühl schenkt Leben. Auch in der Corona Zeit wird immer wieder deutlich, dass wir trotz Einschränkungen Wege zum Leben finden. Wie sehr haben wir Treffen mit Freunden schätzen gelernt, auf deren Kontakt wir eine ganze Zeit verzichten mussten. Wie freudig begegnen wir uns im Gottesdienst nach der langen Zeit der Kontaktsperre und wir merken, unser Gegenüber ist für uns lebenswichtig, erst im Kontakt und in der Liebe zu unseren Mitmenschen sehen wir auch Gottes Liebe zu uns.

Die Katastrophen dieser Welt machen uns Angst und sie machen uns oft genug auch hilflos. Gott aber geht mit uns in die Katastrophen, schenkt uns kreative Mitmenschen, die helfen, nicht den Mut zu verlieren und neu zu beginnen. Gott sei Dank.

Pfarrer Volker Horlitz

Predigten

Einmal im Monat zeichnen wir einen Gottesdienst (CD-Gottesdienst) aus dem Gemeindehaus Sandheide auf, um ihn Gemeindegliedern zur Verfügung zu stellen, die nicht am Gottesdienst teilnehmen können. An dieser Stelle wollen wir in regelmäßigen Abständen eine Predigt im MP3 Format zum Download bereit stellen. Wer will, kann den Text der Predigt, soweit vorhanden, auch nachlesen.

Gedanken zur Jahreslosung 2020

Grafik: GEP
Grafik: GEP