An(ge)dacht

Erntedank

Wenn man am Sonntagmorgen zum Gottesdienst kommt und sich auf dem Altar Brot, Äpfel, Kürbisse, Sonnenblumen Getreidegarben, Trauben und andere Lebensmittel befinden, spätestens dann weiß man: »Es ist Erntedank«.

Erntdedank-Altar

Auf dem Bild erkennen wir viele Dinge die wir für unser tägliches Leben benötigen. Gaben, für die wir am Erntedankfest danken können. Vielen von uns ist es in kurzer Zeit möglich einen solchen Tisch zu gestalten und zu füllen. Auch die Hitze und die Trockenheit in den letzten beiden Sommern tut dem keinen Abbruch. Die Produktion von Nahrungsmitteln stellt für uns heute kein Problem mehr dar. Von überall her beziehen wir, was wir zum Leben brauchen. Ob Flut oder Dürre, wir müssen keinen Mangel leiden.

In der Vergangenheit haben die Menschen den Zyklus von Saat und Ernte, Hitze und Kälte, Hunger und Überfluss ​intensiver wahrgenommen. Eine gute Ernte bedeutete Sicherheit, eine schlechte Ernte nicht selten Hunger, Leid oder sogar Tod.

Als Noah die Arche verlassen hatte, gab Gott ein Versprechen: »Solange die Erde besteht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht« (1. Mose 8, 22). Zum Zeichen für den Bund, den Gott mit Noah und den Menschen geschlossen hat, schenkte er uns den Regenbogen. Die bunten Bänder auf dem Altar sollen uns daran erinnern.

Gottes Gedanke war es, seinen Menschen zu geben, was sie zum Leben brauchen, was ihnen Kraft gibt. Was denken Sie – wo hat Gott Ihnen gegeben, was Sie zum Leben brauchen? Das Erntedankfest ist eine gute Gelegenheit, an der wir als Gemeinde genau darüber nachdenken dürfen. Es ist ein Tag, an dem wir uns bewusst machen, dass wir vieles geschenkt bekommen, was wir nicht selber machen können.

Für mich bedeutet das aber auch, dass ich nicht nur dankbar bin für die Gaben der Natur, für Licht und Regen, die Wärme der Sonne und alles Wachsen und Gedeihen, sondern auch für den Kontakt mit anderen Menschen und für Erfahrungen, durch die ich selber im Laufe des Jahres habe wachsen und reifen können.

Manchmal fällt es mir leicht dankbar zu sein, manchmal sehe ich nur das, was ich nicht habe und was mir zu fehlen scheint. Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute danken können für das, was auf Ihrem Tisch liegt und für das, was Sie sehen, wenn Sie aus dem Fenster blicken oder durch die Straßen gehen.
Und ich wünsche Ihnen, dass Sie dankbar für sich selbst sein können, für Ihr eigenes Wachsen und Reifen, für etwas, was Sie für sich geerntet haben durch Beziehungen und Freundschaften, vielleicht auch durch Traurigkeiten und Schwierigkeiten.

Schon heute können Sie so selbst Erntedankfest mit Gott feiern. Vielleicht bekommen Sie Lust, Ihren Dank im Erntedankgottesdienst am 6. Oktober um 11 Uhr OpenAir im Naturschutzzentrum Bruchhausen oder bereits um 10 Uhr in der Neanderkirche mit anderen zu teilen.

Diakonin Doris Treiber

Gedanken zur Jahreslosung 2019

Grafik: GEP

Predigten

Einmal im Monat zeichnen wir einen Gottesdienst (CD-Gottesdienst) aus dem Gemeindehaus Sandheide auf, um ihn Gemeindegliedern zur Verfügung zu stellen, die nicht am Gottesdienst teilnehmen können. An dieser Stelle wollen wir in regelmäßigen Abständen eine Predigt im MP3 Format zum Download bereit stellen. Wer will, kann den Text der Predigt, soweit vorhanden, auch nachlesen.

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