Ökumenisch engagiert

Helmgard und Ronald Panne
Helmgard und Ronald Panne

Helmgard und Ronald Panne sind seit über 40 Jahren verheiratet und haben schon während ihres Berufslebens bei einer Bank zusammen gearbeitet. Nun sind sie gemeinsam seit mehr als einem Jahrzehnt im Haus der Kirchen aktiv. Jürgen Treiber vom Redaktionskreis sprach mit den Beiden über ihr Engagement.

Seit wann sind Sie im Haus der Kirchen tätig?

Helmgard Panne (H.P.): Vor gut 13 Jahren habe ich mit meiner Tätigkeit im Kirchencafé begonnen.
Ronald Panne (R.P.): Bei mir ist es »erst« 12 Jahre her, dass ich mich im Haus der Kirchen ehrenamtlich einbringe.

Wie hat ihr Engagement begonnen?

H.P.: Mein Mann musste in der letzten Zeit vor dem Ruhestand seine berufliche Tätigkeit in Frankfurt ausüben. Ich war nun des Öfteren allein Zuhause und mir fiel die »Decke« auf den Kopf. Da habe ich eine Anzeige des Haaner Kirchencafés gelesen und mich direkt dort gemeldet. Als erstes stellte man die Frage nach meiner Konfession. Da ich Mitglied in der katholischen Schwestergemeinde bin, wurde meine Mitarbeit dort nicht gewünscht. Kurze Zeit später las ich im Hochdahler Gemeindegruß einen Artikel über das Kirchencafé. Damals war Pfarrer Klaus Schüle noch als Hauptamtlicher für das Haus der Kirchen zuständig. Und er hat mich mit offenen Armen empfangen.

R.P.: Als ich in den Ruhestand ging, zeichnete sich das Ende des Sonderdienstes von Klaus Schüle bereits ab. Durch die Tätigkeit meiner Frau im Kirchencafé habe ich ihn kennengelernt. Er hat mich immer wieder gebeten, das ein oder andere zu organisieren. Später überzeugte er mich ins Hausteam zu kommen. Da das Haus der Kirchen eine ökumenische Einrichtung ist, fühlen wir uns dort auch beide zuhause.

Welche Aufgaben haben Sie übernommen?

H.P.: Nach einer vierwöchigen Einarbeitungsphase habe ich vom Kaffeekochen über die Bedienung der Gäste bis hin zum Spülen und Aufräumen alle anfallenden Aufgaben übernommen. Ich gehe gern auf Menschen zu und komme mit ihnen ins Gespräch. Natürlich arbeite ich nicht an allen sechs Öffnungstagen vormittags und nachmittags, sondern in der Regel ein bis zweimal pro Woche.

R.P.: Zum Einkaufen sind wir Männer immer gut. Leider gibt es nur zwei Mitarbeiter im Kirchencafé, da darf noch gerne jemand hinzukommen. Man kann mich auch gerne als »Mädchen für alles« bezeichnen, da ich nicht nur beim Einkauf helfe. Zusammen mit meiner Frau erstellen ich auch die »Schichtpläne« für das Kirchencafé , damit immer verlässlich zwei Mitarbeitende da sind.

Welche Highlights haben Sie bisher erlebt, was hat Ihnen besonders gut gefallen?

R.P.: Es gibt viele Ausstellungen im Haus der Kirchen. Wenn die Künstler im Anschluss an die Ausstellung auf uns zukommen und sich für die Organisation bedanken, freuen wir uns sehr. Ein Dank für die geleistete Arbeit tut da schon richtig gut, und man merkt, dass die Arbeit auch wahrgenommen wird.

H.P.: Manchmal kommen Menschen ins Kirchencafé, um sich einfach mal vom Einkaufsstress auszuruhen. Ich freue mich, wenn wir dann miteinander ins Gespräch kommen.

Welche Projekte stehen als Nächstes an?

R.P.: Am 5. Juni werden wir mit allen Mitarbeitenden des Kirchencafés einen Ausflug machen. Einmal im Jahr sind wir gemeinsam unterwegs. Es wird zunehmend wichtiger, dass wir die Ausflugsziele barrierefrei erreichen. In diesem Jahr besuchen wir den WDR in Düsseldorf und werden zum Abschluss auf den Rheinturm fahren und dort den Ausflug bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen ausklingen lassen.

Was wünschen Sie sich für das Kirchencafé?

H.P.: Oh, wenn wir uns etwas wünschen dürfen, fällt uns eine ganze Menge ein. Es wäre schön, wenn die Lokalzeitungen etwas mehr über unsere Arbeit berichteten. Ich habe das Gefühl, dass nur, wenn mal etwas Platz ist, eine Terminvorschau veröffentlicht wird. Einladungen zu Veranstaltungen werden nur selten angenommen. Einen Kaffeevollautomaten würde ich mir auch wünschen. Es gibt nichts Schöneres als einen frisch gebrühten Kaffee.

R.P.: Ein schönes, modernes Café würde mir besondere Freude bereiten. Die Einrichtung ist derzeit funktionsfähig, aber so richtig modern ist sie leider (nicht) mehr. Ganz besonders wünsche ich mir weitere Helfer im Kirchencafé. Derzeit bringen sich 35 Ehrenamtliche im Kirchencafé ein. Wenn wir noch zehn Menschen dazugewinnen könnten, würde uns das einen großen Schritt nach vorne bringen. Der Aufwand für die Ehrenamtlichen ist auch überschaubar. Alle 14 Tage übernimmt man eine Schicht, entweder am Vormittag oder am Nachmittag. In der Regel arbeiten zwei Personen zusammen und betreuen die Gäste.

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