Unsere Gemeindestiftung

Dieser Beitrag zeigt, wie aus vielen kleinen Beiträgen über Jahre hinweg etwas Tragfähiges entsteht – und warum die Gemeindestiftung für das Leben in Hochdahl heute wichtiger ist denn je.

Ein Fundament für das, was uns in Hochdahl wichtig bleibt

Dienstagmorgen im Paul-Schneider-Haus: Kinderlachen, erste vorsichtige Kontakte auf der Spieldecke, Eltern im Gespräch bei einer Tasse Kaffee. Solche Momente entstehen nicht zufällig. Sie brauchen Menschen, die Zeit haben, Verlässlichkeit und einen langen Atem. Genau dafür steht unsere Gemeindestiftung.

Was bleibt – und was sie bewirkt

Die Stiftung der Evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl gehört seit vielen Jahren selbstverständlich zu unserem Gemeindeleben. Sie steht nicht im Mittelpunkt, aber sie trägt – still und beständig.

Entstanden ist diese Idee direkt aus der Mitte unserer Gemeinde, von Menschen, die Verantwortung übernommen haben und sie bis heute tragen. Einige der Gründungsmitglieder arbeiten auch heute noch aktiv im Stiftungsvorstand mit. Ihre Erfahrung, ihre Kontinuität und ihr persönliches Engagement sind ein schönes Zeichen dafür, dass gute Gemeindearbeit Zeit braucht.

Das Besondere an unserer Gemeindestiftung ist das Prinzip der Zustiftungen: Das eingezahlte Geld bleibt dauerhaft erhalten. Nur die Erträge werden ausgegeben. Das gibt uns Stabilität und Planungssicherheit für die kommenden Jahre.

Die Zahlen sprechen für sich: Von bescheidenen 59.000 Euro im Gründungsjahr 2002 ist das Stiftungskapital kontinuierlich gewachsen – auf heute 594.690 Euro zum Ende des Jahres 2025. Dieser Zuwachs ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis vieler gemeinsamer Anstrengungen: Kindertrödel, Weihnachtsbaumverkauf und zahlreiche kleine und große Zustiftungen.

Für all dieses Engagement möchten wir an dieser Stelle herzlich danken. Nur so können die Erträge auch in Zukunft dort helfen, wo sie gebraucht werden.

Kinder und Familien im Mittelpunkt

In der Vergangenheit hat die Stiftung bereits viele wichtige Akzente gesetzt – in der Diakonie, bei der Begleitung suchtkranker Frauen oder in der Paarberatung. Der Schwerpunkt liegt derzeit bewusst auf der Arbeit mit Kindern und jungen Familien in Hochdahl.

Warum? Weil gerade hier verlässliche Beziehungen und Zeit die wichtigsten Bausteine sind. Und weil man beides nicht einfach nebenbei organisieren kann.

In Menschen investieren, nicht in Projekte

Anstatt anonyme Projekte zu fördern, finanziert die Stiftung ganz konkret die Menschen, die diese Arbeit vor Ort leisten. Im Jahr 2024 wurden rund 11.000 Euro bereitgestellt, um die Stellen von Sinja Ninow und Diana Troppenhagen fast vollständig zu finanzieren.

Hinter diesen Zahlen stehen lebendige Begegnungen. Zeit für unsere Kinder. Vertrauen, das über lange Zeit wächst.

Nähe im Alltag: Die Eltern-Kind-Gruppen

Ein schönes Beispiel sind die Eltern-Kind-Gruppen im Paul-Schneider-Haus, in denen oft langjährige Bindungen entstehen. Sinja Ninow beschreibt ihre Arbeit so:

„Die Gruppe ist ein Ort, an dem Eltern immer ein offenes Ohr finden und die Kinder ihre ersten sozialen Kontakte knüpfen können. Meine Arbeit in den Gruppen ist daher so wertvoll, da ich auf diese Weise den regelmäßigen Zugang für Familien und Kinder zur Gemeinde begleiten kann.“

Hier wird gemeinsam gesungen und gelacht, während gleichzeitig genug Raum für die großen und kleinen Fragen des Alltags bleibt.

Geschichten, die etwas zu sagen haben

Auch an der Regenbogenschule hinterlässt die Stiftung Spuren, indem sie die Kindergruppen im offenen Ganztag unterstützt. Diana Troppenhagen erzählt:

„Ich erzähle Geschichten aus der Bibel und diskutiere mit den Schülern der Klassen 1 bis 4 darüber, was ihnen die Geschichten sagen und was sie mit in ihr Leben nehmen würden.“

Dass dabei Kinder verschiedenster Religionen gemeinsam basteln, spielen und einander respektvoll zuhören, gehört für uns in Hochdahl ganz selbstverständlich dazu.

Unterstützung an vielen Stellen

Neben der Gemeindestiftung unterstützt auch die Stiftung d’Heureuse-Euen unsere Arbeit. Im vergangenen Jahr stellte sie rund 1.500 Euro für besondere Veranstaltungen im Kita-Bereich zur Verfügung – Projekte, die sonst nicht hätten stattfinden können.

Die Gemeindestiftung selbst behält nicht nur die sichtbaren Angebote für Kinder und Familien im Blick. Sie sorgt auch dort für Stabilität, wo Aufgaben im Hintergrund unverzichtbar sind.

Ein besonderes Beispiel: Ab 2026 übernimmt die Stiftung die Mitfinanzierung einer Küsterstelle. Klaus Kolaric, der nach vielen engagierten Dienstjahren eigentlich schon im Ruhestand ist, hat sich bereit erklärt, unserer Gemeinde weiterhin im Rahmen eines Minijobs treu zu bleiben und Gunnar Clemens im Küsterdienst zu unterstützen. So bleibt wertvolle Erfahrung erhalten – und unser Alltag in den Kirchengebäuden funktioniert auch künftig reibungslos.

Was uns trägt – heute und morgen

Finanzkirchmeister Jürgen Treiber bringt es auf den Punkt:

„Wir merken sehr deutlich, dass die finanziellen Spielräume kleiner werden. Die Gemeindestiftung hilft uns, trotzdem verlässlich zu planen und wichtige Arbeit weiterzuführen, vor allem dort, wo es um Menschen geht.“

Wenn Sie diesen Weg auch weiterhin mitgehen, helfen Sie mit, dass unsere Gemeinde nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen ein lebendiger und verlässlicher Ort für alle Generationen bleibt – ein Ort, der trägt und getragen wird.

Jede Zustiftung zählt, jeder Weihnachtsbaum auch. Und vor allem zählt jede einzelne Stunde, die dadurch für unsere Kinder, für Familien in besonderen Lebenslagen und für das Miteinander in unserer Gemeinschaft möglich wird.

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