Geschichte des Paul-Schneider-Hauses
Das Paul-Schneider-Haus ist seit Jahrzehnten ein Mittelpunkt des Gemeindelebens in Millrath.
Viele verbinden damit Erinnerungen an Kindheit, Feste, Gottesdienste und Begegnungen.
Dieses Haus begleitet Menschen durch frohe und schwere Zeiten und ist ein verlässlicher Ort für die Gemeinde.
Der Blick zurück zeigt, wie viel Einsatz, Treue und Mut in diesem Haus steckt.
Ein Haus für Millrath entsteht
Am 12. Juli 1964 wurde der Grundstein gelegt. Die evangelische Gemeinde in Millrath wuchs. Es brauchte einen festen Ort für Glauben, Gemeinschaft und Begegnung.
Bereits am 2. November 1964 konnte Richtfest gefeiert werden. Die Bauarbeiten gingen zügig voran. Die Presse berichtete von guten Fortschritten und großer Zuversicht.
Einweihung und Start des Gemeindezentrums
Am 1. März 1966 öffnete der Kindergarten seine Türen. Am 24. April 1966 folgte die feierliche Einweihung. Es war ein Freudentag für Millrath.
Das Haus wurde als neues Zentrum des Gemeindelebens verstanden. Ein Ort für Gottesdienste, Gruppen, Begegnungen und Unterstützung.
Geteiltes Haus – gelebte Ökumene
In den siebziger Jahren öffnete die evangelische Gemeinde das Paul-Schneider-Haus für die katholische Franziskusgemeinde. Sie feierte hier sonntags um 11.15 Uhr ihre Gottesdienste.
1972 verzichtete die katholische Gemeinde in Absprache mit dem damaligen Erzbischof von Köln darauf, eine eigene Kirche in diesem Viertel zu bauen. Die evangelische Gemeinde hatte die Mitnutzung angeboten. Es war ein starkes Zeichen des Miteinanders.
Fast vier Jahrzehnte lang war das Haus ein geistliches Zuhause für evangelische und katholische Christen. 2010 untersagte das Erzbistum diese Mitnutzung. Viele konnten diesen Bruch einer gewachsenen und bewährten Praxis nicht verstehen.
Bauen, erhalten, erneuern
1968 erhielt das Haus seine Orgel. 1996 kam ein Aufzug hinzu. 1998 wurden die künstlerisch gestalteten Fenster im Treppenhaus eingebaut.
Ab 2006 wurde das Haus umfassend renoviert. Im Mai 2007 waren die Arbeiten abgeschlossen. Die Gemeinde sorgte dafür, dass das Gebäude modern blieb und dennoch seinen Charakter behielt.
Die Orgel – klanglich gewachsen
Die Orgel wurde in den sechziger Jahren von der Firma Stahlhut gebaut. Ihre Intonation war über Jahrzehnte nie vollständig zufriedenstellend.
Im Herbst 2016 wurde sie grundlegend überarbeitet. Elektrik, Mechanik und Pfeifen wurden gereinigt, repariert und neu intoniert. Heute klingt sie warm, klar und ausgewogen.
Gegenwart und Zukunft
Im November 2023 bekam das Haus neue Stühle und Tische. Seit Oktober 2024 findet hier die Winterkirche statt.
2024 wurde ein Defibrillator angeschafft. Er kann im Notfall Leben retten. Das Haus bleibt ein Ort der Gemeinschaft, Verantwortung und Fürsorge.
