Aschermittwoch – Digitaler Fastenimpuls

Der Herr segne dich –
der du gebildet wurdest
aus dem Staub der Erde
und gesegnet bist du von Seinem Atem.

Er lasse dich Seine Stimme hören,
wenn du einen Weg gehst,
der dich entfernt
von der Quelle des Lebens.

Er öffne dir die Augen
für die Vergänglichkeit der Welt –
und wenn dein Leib den Weg
alles Irdischen beendet,
schenke er dir in Seinem Haus
den Platz des Unvergänglichen.

Er lindere die Angst vor jenem Tag
und schenke dir die Kraft des Vertrauens –
dem Schmetterling gleich –
der mühelos und ohne Zorn
sich dem Entpuppen stellt.

Das gewähre dir der Gott,
der das Leben will und nicht den Tod.
Der Vater und sein Sohn
und der Lebensspender-Geist.
Amen.

Aus: Herbert Jung „Gottes sanfte Hände über Dir“ – Verlag Herder

Diesen Palmzweig habe ich am Sonntag vor Ostern aus der Kirche mitgenommen. Er wurde dort gesegnet. In den Jubel und die Begeisterung für Jesus habe auch ich mit eingestimmt. Jetzt ist der Palmzweig verstaubt und vertrocknet. Ich gebe ihn ins Feuer, damit er sich in Asche verwandelt.

Das was war gehört der Vergangenheit an. Nichts ist mehr so wie es war. Damit Neues Raum haben kann, muss Altes weichen.

Die Asche erinnert uns schonungslos daran, dass alles Leben vergänglich und begrenzt ist. Die Asche kann jedoch als Dünger für Pflanzen wieder zu einem fruchtbaren Zeichen werden. Symbol für die Hoffnung auf neues Leben. So ist es auch mit unserem Glauben: Immer wieder trocknet er aus und verstaubt. Er hat keine Kraft mehr.

Dann braucht es Zeit zu schauen, was unser Leben ausmacht, wo unser Glaube uns trägt, Zeit für Umkehr und eine neue Ausrichtung. Dann kann auch er wieder zu einem Zeichen für Hoffnung für mich und andere im Leben werden.

„Kehre um und glaube an das Evangelium“. Und nutze die dir geschenkte Zeit und Möglichkeit. Stellen wir uns bewusst Gottes Gegenwart und versuchen für das offen zu sein, was seine Botschaft an uns ist, wozu er uns aufruft.

Text: Heidi Bauer

Sabine Jachmann und Heidi Bauer singen „Meine engen Grenzen GL 437“