Eine Art Tagebuch II

Notizen, Gedankensplitter, Begegnungen und Ermutigungen aus nun mehr 2 Monaten Ausnahmezustand

Ende März:
Irgendwie habe ich seit zwei Wochen das Gefühl die Luft anzuhalten, alles ist in einer Art Schwebezustand.
Meine Patentante wird 80, natürlich kann sie ihren Geburtstag nicht so feiern, wie geplant, also schreibe ich ihr zumindest eine Geburtstagskarte.
Meine andre Patentante habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen, und da ich ja nicht einfach zu Besuch kommen kann, rufe ich sie an (das machen wir sonst nie). Sie freut sich sehr und erzählt mir ihren Alltag, der mit Gartenarbeit gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin eigentlich recht angenehm ist. Wir berichten uns dann gegenseitig, was in unseren Gärten gerade so blüht, und spüren dadurch eine große Verbundenheit.

Bemerkenswerter Weise überkreuzen sich dann die Begegnungen: Meine erste Patentante ruft mich einfach so an (das tut sie sonst nur, wenn mit meiner Mutter was passiert ist). Und wir sind uns beim Erzählen am Telefon ganz nah. Und meine zweite Patentante schickt mir ein antiquarisches Büchlein über Bethel: Sie weiß noch, dass ich dort mein Studium begonnen hatte. Irgendwie bin ich ganz gerührt, dass diese beiden alten Damen so an mich denken, es verbindet uns ja, das Ereignis meiner Taufe, das sie für mich bezeugen können. Ob sie sich noch an meinem Taufspruch erinnern?
Bleiben Sie mit lieben Menschen, die Sie im Leben begleitet haben verbunden.

Ihre Pastorin Lieselotte Rönsch

Mein Taufspruch: 3. Mose 19, 2:

„Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig“

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