Ist christliche Theologie notwendig judenfeindlich?

Christliche Theologie hat in ihrer Geschichte schon früh die Juden als Gottesmörder diffamiert und als von Gott verworfen betrachtet. Juden wurden diskriminiert, verfolgt, vertrieben und ermordet. Die Geschichte des Antisemitismus könnte zu dem Urteil führen, die christliche Theologie sei notwendig judenfeindlich. Dem ist aus theologischen Gründen zu widersprechen. Indem sich Christen zu dem Juden Jesus bekennen, der treuer Anhänger der biblisch jüdischen Tradition war, sind sie herausgefordert, ihren Glauben so zu formulieren, dass er sie mit den Juden verbindet.

Prof. Dr. Andreas Pangritz (*1954) studierte Ev. Theologie in Tübingen und Berlin und in Amsterdam bei Rabbiner Yehuda Aschkenazy. Nach Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen ist er seit 2004 Professor für Systematische Theologie und Direktor des Ökumenischen Instituts an der Universität Bonn. Er ist u.a. Mitglied der Internationalen Dietrich-Bonhoeffer-Gesellschaft. 2005 wurde er in den Ausschuss „Christen und Juden“ der Ev. Kirche im Rheinland berufen.

28. März – 20 Uhr – Gemeindehaus Sandheide